Klimaneutral Massiv Bauen @skills.BW

Klima­neutral Planen und Bauen

AUF EINEN BLICK

Wie lassen sich CO2-Emissionen und Ressourcen durch innovativen Beton- und Mauerwerksbau einsparen? Worauf können Sie bereits bei der Planung achten?

Hier finden Sie aktuelle Wissensbausteine und Hintergrundwissen zum Thema:

solid Monday

vom 11. Dezember 2023

Carbonbeton: Im Gespräch mit Prof. Christian Kulas

Wo wird schon heute mit Carbonbeton gebaut? Welche Vorteile bietet die Carbonbewehrung? Und was wird künftig möglich sein? Prof. Christian […]

Infobaustein

DAfStb-Richtlinie: Treibhausgasreduzierte Tragwerke aus Beton, Stahlbeton oder Spannbeton

Wie lassen sich die CO2-Emissionen von Betontragwerken reduzieren? Zu dieser Frage hat der Deutsche Ausschuss für Stahlbeton (DAfStb) eine neue […]

Infobaustein

Kostenloses Ökobilanz-Tool: eLCA

Ein zentrales Instrument beim klimaneutralen Planen und Bauen sind Ökobilanzen. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) stellt dafür […]

CO₂-Sprechstunde

CO2-optimierte Konstruktionen

Die CO2-Optimierung von Tragwerkskonstruktionen bildet einen zentralen Hebel, um die Emissionen der Baubranche zu senken. Doch was sind die Stellschrauben […]

solid Monday

Gradientenbeton: Im Gespräch mit Dr. Daniel Schmeer

In der Forschung wird schon länger an der Entwicklung tragender Betonteile mit deutlich reduziertem Gewicht gearbeitet. Eine vielversprechende Technologie für […]

Wissens-Video

Wiederverwendung von Betonfertigteilen: Im Gespräch mit Prof. Patrick Teuffel

Wie sieht ein idealtypischer Kreislauf von Betonteilen aus? Wie können Rückbau und Wiederverwendung in der Praxis erfolgen? Prof. Patrick Teuffel […]

Wissens-Video

Potentiale des Massivbaus beim klimaneutralen Bauen: Im Gespräch mit Prof. Thomas Auer

Prof. Thomas Auer (Professur für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen, TU München) erläutert die Potentiale des Massivbaus für das klimaneutrale Bauen. […]

CO₂-Sprechstunde

vom 31. Oktober 2023

CO2-Sprechstunde “Klimaneutral Planen und Bauen”

Was ist klimaneutral? Was ist klimapositiv? Und wie erreicht man das Ziel klimaneutrales Gebäude? In unserer CO2-Sprechstunde am 31. Oktober […]

Wissens-Video

Das neue Klimaschutz- und Klimawandel­anpassungs­gesetz Baden-Württemberg

Baden-Württemberg soll bis 2040 klimaneutral werden. Mit diesem Ziel vor Augen hat der baden-württembergische Landtag am 1. Februar 2023 ein […]

Wissens-Video

Klimaneutrales Bauen: Eine Begriffserklärung

Der Begriff Klimaneutralität ist in aller Munde, wenn es darum geht, zukunftsfähige Gebäude zu bauen, die unser Klima nicht weiter […]

KURZ ERKLÄRT

Die wichtigsten Begriffe in der Rubrik „Klimaneutral Planen und Bauen“ zum Nachlesen:

Der Begriff Nachhaltigkeit beschreibt den verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen, bezogen auf die drei Aspekte Ökonomie, Ökologie und Soziales. Die Bedürfnisse der Gegenwart sollen so befriedigt werden, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.

Neben der Baukonstruktion und der Materialwahl kommt auch der Architektur eine zentrale Rolle im Hinblick auf nachhaltiges Bauen zu. Dabei steht der schonende Umgang mit Baumaterialien und Raum im Fokus. Flächeneffizienz, Suffizienz, Nutzungsflexibilität und eine Ausrichtung auf langlebige Gebäude spielen dabei ebenso eine Rolle wie eine Lebenszyklusbetrachtung oder die Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien. Bauen im Bestand hat dabei großes Potential.

Klimapositiv bedeutet, dass ein Gebäude eine ausgeglichene oder idealerweise negative CO2-Jahresbilanz aufweist. Sein Betrieb hat also nicht nur keine negativen Auswirkungen auf das Klima (klimaneutral), sondern spart in Summe mehr CO2 ein, als es verursacht.

Beim nachhaltigen Bauen und Sanieren gibt es verschiedenen Aspekte zu beachten. Planungswerkzeuge wie z.B. der digitale N!BBW-Leitfaden für nachhaltiges Planen, Bauen und Sanieren oder das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) und DGNB unterstützen im Planungs- und Bauprozess bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Die Wahl der Materialien spielt eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von CO2-Emissionen beim Bauen und Betreiben von Gebäuden. Der Einsatz innovativer geeigneter, vor Ort verfügbarer, CO2-reduzierter Baustoffe trägt zur Dekarbonisierung der Baubranche bei.

Die CO2-Emissionen beim Bauen können mit verschiedenen Maßnahmen deutlich minimiert werden. Dazu zählen etwa die Verwendung geeigneter, CO2-optimierter Baustoffe, der Einsatz innovativer Technologien und eine nachhaltige Planung mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft.

Eine Lebenszyklusbewertung, auch Ökobilanz oder englisch LCA (life cycle assessment), ist die Analyse der Umwelteinwirkungen wie Ressourcenverbrauch, Energiebedarf und Emissionen von Produkten über deren gesamte Lebensdauer. Sie sollte bereits in frühen Planungsphasen eines Bauwerks als Entscheidungsgrundlage dienen.  

Unter die energetische Sanierung eines Gebäudes fallen Maßnahmen wie der Einbau einer neuen Heizungsanlage, Modernisierung der Fenster, Verbesserung der Dämmung etc., um dessen Energieverbrauch bei der Nutzung langfristig und nachhaltig zu senken.

Die Planung und Realisierung nachhaltiger Baukonstruktionen ist ein wesentlicher Schlüssel, um sowohl die Klimaresilienz als auch die Energieeffizienz eines Gebäudes über seinem gesamten Lebenszyklus zu maximieren.

Klimaneutralität bedeutet, dass durch den Bau und Betrieb eines Gebäudes, über den gesamten Lebenszyklus betrachtet, das Klima nicht negativ beeinflusst wird.

Klimaresilienz beschreibt die Widerstandsfähigkeit von Gebäuden, Städten und Regionen gegenüber klimawandelbedingten Extremwetterereignissen, wie Starkregen, Hitzeperioden, Sturm oder Hochwasser.

Building Information Modeling (BIM) ist eine softwarebasierte Methode für die vernetzte Planung, den Bau und die Bewirtschaftung von Bauwerken. Sie soll eine vorausschauende Planung, effizientere Prozesse und einen umweltschonenden Umgang mit Ressourcen und Baustoffen unterstützen.

Die Begrünung von Dächern oder Fassaden fungiert als CO2-Speicher und kann vor allem in eng bebauten Ballungsgebieten zum Regenwassermanagement sowie als kühlendes Element gegen den Hitzeinseleffekt eingesetzt werden. Weitere Vorteile sind die Förderung der Biodiversität, Lärm- und Feinstaubschutz, soziale Effekte und optische Aufwertung.